AGB
Allgemeine Geschäftsbedingungen und Behandlungsvertrag:
§ 1 Anwendbarkeit der AGB
Die AGB regeln den Behandlungsvertrag als solchen zwischen Heilpraktiker und Patient Sinne der §§ 611 ff. BGB in Verbindung mit §§ 630a ff. BGB. Individuelle Vereinbarungen zwischen Heilpraktiker und Patient haben Vorrang vor diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Der Vertrag kommt durch Annahme des Behandlungsangebots zustande. Der Heilpraktiker behält sich das Recht vor, Verträge bei fehlendem Vertrauen oder außerhalb des Fachbereichs abzulehnen, wobei der Honoraranspruch für bis dahin erbrachte Leistungen unberührt bleibt.
§ 2 Terminabsagen
Da es sich um eine reine Terminpraxis handelt, ist es kaum möglich, durch Absagen entstehende Terminlücken kurzfristig zu besetzen. Termine werden ausschließlich für den Patienten reserviert.
Mit dem Heilpraktiker vereinbarte Termine müssen daher mindestens 48 Stunden vor Beginn in Textform oder telefonisch abgesagt oder verschoben werden. Grundsätzlich werden nachfolgende Absagearten akzeptiert:
• Terminabsage über das Kontaktformular oder die eMail-Adresse der Praxis
• Telefonische Absagen
• Absagen per Nutzung des Diensteanbieters Doctolib, sofern diese dort noch aktiv ist; andernfalls ist die Absage zwingend telefonisch oder per E-Mail nachzuholen
Bei Nichteinhaltung dieser Regelung, gerät der Patient in Annahmeverzug (§ 615 BGB) und der Heilpraktiker ist berechtigt, das Honorar in voller Höhe in Rechnung zu stellen, abzüglich etwaig ersparter Aufwendungen oder Einnahmen aufgrund anderweitiger Vergabe des Termins.
Die Verpflichtung zur Zahlung des Honorars entfällt, wenn der Patient den Termin aus von ihm nicht zu vertretenden Gründen (z. B. akute Erkrankung oder Unfall) nicht wahrnehmen oder rechtzeitig absagen konnte. Ein entsprechender Nachweis ist unverzüglich (ohne schuldhaftes Zögern, spätestens jedoch innerhalb von 7 Tagen) zu erbringen.
Es besteht das jederzeitige Kündigungsrecht des Patienten nach § 627 BGB.
§ 3 Inhalt und Zweck des Behandlungsvertrages
§ 4 Mitwirkung des Patienten
Zu einer aktiven Mitwirkung ist der Patient nicht verpflichtet. Der Heilpraktiker kann das Behandlungsverhältnis beenden, wenn eine für die Behandlung erforderliche vertrauensvolle Zusammenarbeit nicht mehr gewährleistet ist. Gesetzliche Pflichten im Zusammenhang mit der Beendigung einer begonnenen Behandlung bleiben unberührt.
§ 5 Honorierung des Heilpraktikers
a) Der Heilpraktiker hat für seine Dienste Anspruch auf ein Honorar. Soweit die Honorare nicht individuell zwischen Heilpraktiker und Patient vereinbart sind, gelten die Sätze des Gebührenverzeichnisses für Heilpraktiker (GebüH). Die Anwendung anderer Gebührenordnungen oder Gebührenverzeichnisse ist ausgeschlossen.
b) Die Honorare sind für jeden Behandlungstag vom Patienten per Karte an den Heilpraktiker gegen Quittung zu bezahlen. Nach Abschluss einer Behandlungsphase erhält der Patient auf Wunsch eine Rechnung.
c) Einbindung von Fremdlaboren (Direktabrechnung): Zur Erstellung einer fundierten Diagnose und Therapieplanung arbeitet der Heilpraktiker mit externen medizinischen Fachlaboratorien (Fremdlaboren) zusammen. Sofern Laboruntersuchungen an ein solches Fremdlabor vergeben werden, kommt ein separater Behandlungs- bzw. Werkvertrag zwischen dem Patienten und dem jeweiligen Labor zustande. Die Abrechnung dieser Speziallaborleistungen erfolgt direkt durch das ausführende Fremdlabor an den Patienten auf Grundlage der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).
d) Laborgemeinschaften (Eigenabrechnung): Der Heilpraktiker ist Mitglied in einer Laborgemeinschaft. Soweit Basislaborleistungen über diese Laborgemeinschaft bezogen und erbracht werden, erfolgt die Abrechnung direkt über die Praxis des Heilpraktikers. Die Vergütung richtet sich in diesen Fällen (insbesondere bei Selbstzahlern) nach dem Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker (GebüH).
e) Kostenerstattung für Laborleistungen: Der Patient wird darauf hingewiesen, dass die Kosten für Laborleistungen (sowohl nach GOÄ als auch nach GebüH) je nach individuellem Versicherungsstatus (z. B. gesetzliche Krankenversicherung, private Krankenversicherung, Zusatzversicherung, Beihilfe) gegebenenfalls nicht oder nur teilweise erstattet werden. Die Pflicht zur Begleichung der Laborrechnungen bleibt von der Erstattungspraxis Dritter unberührt. [1]
f) Aufgrund gesetzlicher Vorschriften (§ 43 AMG i.d.F. der 8. Änderung 1998) ist die Abgabe von apothekenpflichtigen Arzneimittel Heilpraktikern nicht gestattet. Die Direktverabreichung an Patienten durch den Heilpraktiker ist jedoch nach wie vor zulässig, da dies keine Abgabe sondern eine Verwendung ist. Soweit im Rahmen der Behandlung Arzneimittel oder sonstige Materialien unmittelbar angewendet werden, wird der Patient vorab darüber informiert, ob die entstehenden Kosten im Honorar enthalten sind oder gesondert berechnet werden.
g) Dahingegen stellt die Abgabe von Arzneimittel durch Apotheken an den Patienten für verordnete oder empfohlene Arzneimittel ein nicht durch diese AGB erfasstes Direktgeschäft dar, das auf die Honorar- und Rechnungsgestaltung des Heilpraktikers keinen Einfluss hat. Dies gilt auch für freiverkäufliche Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel und andere Hilfsmittel, die vom Heilpraktiker empfohlen oder verordnet und vom Patienten in einschlägigen Verkaufsstellen bezogen werden. Dabei hat der Patient freie Wahl der Apotheke oder Verkaufsstelle. Der Heilpraktiker darf sich für apothekenpflichtige Arzneimittel keine Rückvergütungen oder Vorteile gewähren lassen.
§ 6 Honorarerstattung durch Dritte
§ 7 Vertraulichkeit der Behandlung und Datenschutzbestimmungen
a) Der Heilpraktiker behandelt die Patientendaten vertraulich und erteilt bezüglich der Diagnose, der Beratungen und der Therapie sowie deren Begleitumstände und den persönlichen Verhältnissen des Patienten Auskünfte nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Patienten.
b) Absatz a) ist nicht anzuwenden, wenn der Heilpraktiker aufgrund gesetzlicher Vorschriften zur Weitergabe der Daten verpflichtet ist – beispielsweise Meldepflicht bei bestimmten Diagnosen – oder auf behördliche oder gerichtliche Anordnung auskunftspflichtig ist. Dies gilt auch bei Auskünften an Personensorgeberechtigte, nicht aber für Auskünfte an Ehegatten, Verwandte oder Familienangehörige.
c) Der Heilpraktiker führt Aufzeichnungen über seine Leistungen. Dem Patienten steht eine Einsicht in diese gespeicherten Daten zu; er kann diese Daten auch herausverlangen. Absatz b) bleibt unberührt.
d) Sofern der Patient eine Behandlungs- oder Krankenakte verlangt, erstellt diese der Heilpraktiker kostenfrei aus der Handakte. Soweit sich in der Handakte Originale befinden, werden diese in der Behandlungsakte in Kopie beigefügt.
e) Gespeicherte Daten werden vom Heilpraktiker 10 Jahre nach Behandlungsabschluss aufbewahrt und nach Ablauf dieser Zeit vernichtet. Die Vernichtung unterbleibt, wenn Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die Akten für Beweiszwecke in Frage kommen könnten. Sie haben jederzeit das Recht auf unentgeltliche Auskunft über Ihre gespeicherten personenbezogenen Daten, deren Herkunft und Empfänger und den Zweck der Datenverarbeitung sowie ein Recht auf Berichtigung, Sperrung oder Löschung dieser Daten, unter Berücksichtigung der gesetzlichen Aufbewahrungspflichten. Hierzu sowie zu weiteren Fragen zum Thema personenbezogene Daten können Sie sich jederzeit unter der im Impressum angegebenen Adresse an uns wenden.
§ 9 Meinungsverschiedenheiten
Meinungsverschiedenheiten aus dem Behandlungsvertrag und den AGB sollten gütlich beigelegt werden. Hierzu empfiehlt es sich, Gegenvorstellungen, abweichende Meinungen oder Beschwerden schriftlich der jeweils anderen Vertragspartei vorzulegen.
Stand: 12.09.2026
