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Mikroimmuntherapie

Zwei für sich eigenständige Pfeiler bilden die Basis der Mikroimmuntherapie:

  1. die Diagnostik
  2. die Therapie mit spezifische Präparaten

Zunächst werden Immunitäre Geschehen wie bspw. autoimmune Erkrankungen oder chronische Infektion sowie Hergeschehen mittels spezifischer Labordiagnostik sichtbar gemacht. Auf Basis dieses Befundes werden Kombinationen aus verdünnten Zytokinen eingesetzt, um das komplexe Netzwerk des Immunsystems zu modulieren und zu harmonisieren, ohne es negativ zu beeinflussen.

Dieses Therapiekonzept wurde vor den 40er Jahren vom belgischen Arzt Dr. Maurice Jenaer begründet. Er begann zu seiner Zeit chronisch kranke Patienten mit Verdünnungen von DNA, als Desoxyribonukleinsäure, zu behandeln und konnte erste richtungsweisende Erfolge erzielen.

Etwa zur gleichen Zeit entdeckte die Wissenschaft die Zytokine und erforschte deren Funktion als Botenstoffe des Immunsystems. Dr. Jenaer nutzte diese neuen Erkenntnisse für seine Behandlungsideen und versuchte darüber immunitäre Geschehen bei seiner Patienten weiter zu beeinflussen.

Heute ist die Mikroimmuntherapie ein etabliertes Verfahren, welches dank vorangehender, spezifischer Labortests präzise eingesetzt werden kann.

Quelle: Heitz (2017) . Mikroimmuntherapie – Diagnostik und Therapie immunologischer Erkrankungen . ML Verlag